Im Ernstfall richtig handeln – 112 wählen

Die wichtigsten Informationen im Überblick:
- Die europaweit einheitliche Notrufnummer 112 ist gebührenfrei und vom Festnetz sowie Mobilfunknetz ohne Vorwahl erreichbar. Anrufe vom Handy werden automatisch der örtlichen Leitstelle zugeordnet, deren Funkzelle dem Anrufer am nächsten ist.
- Moderne Mobiltelefone bieten Notruftasten bzw. SOS-Funktionen (auch bei gesperrtem Gerät). Meistens funktioniert die Funktion nur, wenn eine SIM-Karte eingelegt ist; die genaue Bedienung (z.B. fünfmaliges Drücken der Standby-Taste) unterscheidet sich je nach Hersteller.
- Seit 2018 verfügen alle Neufahrzeuge in der EU über das automatische Notrufsystem eCall, das bei einem Aufprall selbstständig den Notruf absetzt und Standortdaten übermittelt.
Was die Leitstelle wissen muss – die sogenannten „4+1 W“:
- Wo ist der Notfall?
- Was ist passiert?
- Wer ruft an?
- Wie viele Verletzte?
- und Warten auf Rückfragen.
Diese Informationen helfen Einsatzkräften, schnell und zielgerichtet zu reagieren.
„Im Notfall in der Notaufnahme der Klinik anzurufen ist keine gute Idee“, erklärt Frau Dr. Laukenmann, Chefärztin der Zentralen Notaufnahme am Asklepios Klinikum Uckermark. „Wir können von dort keinen Rettungsdienst schicken. Wenn es um Leib und Leben geht, ist die einzig richtige Entscheidung, sofort die 112 zu wählen.“
Missbrauch des Notrufs ist gefährlich und strafbar: Fehlalarme binden Rettungskräfte und können Leben gefährden, wenn gleichzeitig echte Notfälle auftreten. Das Klinikum bittet daher eindringlich um sorgsame Nutzung der 112.
