Pogromgedenken 2026 in Schwedt/Oder

In der Kirche gibt es ab 16:00 Uhr die Möglichkeit, letztmalig die Ausstellung „Zachor! Namen leuchtet!“ wahrzunehmen. Dafür haben sich junge Menschen aus Eberswalde auf Spurensuche zum jüdischen Leben in ihrer Stadt begeben.
Von der Kirche aus startet um ca. 17:30 Uhr ein Schweigemarsch. Der Weg wird vorbei an „Stolpersteinen“ führen, die in der Stadt zum Gedenken an jüdische und andere Opfer der Nazidiktatur an ihrem letzten freiwillig gewählten Wohnort verlegt wurden. „Ein Mensch ist erst dann vergessen, wenn sein Name vergessen ist”, ist der Leitsatz, dem sich der Künstler Gunter Demnig verschrieben hat, als er in den 1990er-Jahren das Stolpersteinprojekt ins Leben gerufen hat. Bis jetzt wurden 48 Stolpersteine an 23 Orten in Schwedt/Oder und sechs Steine im Ortsteil Vierraden verlegt. Wer die ehrenamtliche Arbeit der Arbeitsgemeinschaft unterstützen will, kann gern Geld spenden. Die Verlegung weiterer Steine ist geplant. Der Dank gilt an dieser Stelle den Menschen, die in den vergangenen Monaten gespendet haben. (Schwedter Geschichtsverein e. V., Stadtsparkasse Schwedt, IBAN: DE11 1705 2302 0030 0118 17)
Am Tor zur ehemaligen Synagoge in der Louis-Harlan-Straße werden von der Stadtverordneten Cindy Hahn Worte des Gedenkens gesprochen. Die Musik- und Kunstschule „J. A. P. Schulz“ Schwedt/Oder gestaltet die musikalische Begleitung. Auch dort können Blumen und Kerzen niedergelegt werden.
Um 19:00 Uhr erinnern Schülerinnen und Schüler der 10. Klassen des Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasiums in der Aula der Schule mit einer szenischen Lesung an die Pogrome gegen die jüdische Bevölkerung im Jahr 1938.
Die Evangelische Kirchengemeinde, die Stadt Schwedt/Oder und die Uckermärkischen Bühnen Schwedt laden am 9. November 2026 als Veranstaltende gemeinsam mit dem Stadtmuseum, dem Bündnis gegen Fremdenfeindlichkeit, Rassismus und Gewalt, dem Carl-Friedrich-Gauß-Gymnasium und der Musik- und Kunstschule „J. A. P. Schulz“ die Schwedter Bürgerinnen und Bürger zum gemeinsamen Nachdenken über Deutschland im 20. und 21. Jahrhundert an die unterschiedlichen Orte herzlich ein.
