Ehrenpreis der Bürgermeisterin 2026
Im Rahmen des Neujahrsempfanges 2026 verlieh die Bürgermeisterin der Stadt Schwedt/Oder am 22 Januar den Ehrenpreis an Frau Eveline Lebrenz, Frau Sigrid Malchow und Herrn Andreas Bowitzky.
Eveline Lebrenz und Sigrid Malchow

Heute ehren wir zwei Frauen, die aus persönlicher Betroffenheit Verantwortung übernommen haben und seit vielen Jahren das Herz der Rheuma-Liga Schwedt sind. Eine Selbsthilfegruppe, die weit mehr ist als ein Treffpunkt: Sie ist Anlaufstelle, Mutmacher, Wissensquelle und soziales Netz. Was hier entstanden ist, ist kein Zufall – sondern das Ergebnis von Beharrlichkeit, Organisationstalent, Empathie und unzähligen ehrenamtlichen Stunden.
Frau Eveline Lebrenz trat bereits im Jahr 2003 der Rheuma-LIGA bei – nach einer schweren Diagnose in den 1990er-Jahren. Von Beginn an brachte sie sich aktiv ein, half bei der Organisation, entwickelte Ideen und übernahm Verantwortung. 2012 wurde sie zur Vorsitzenden des Sprecherrates gewählt – ein Amt, das sie bis heute mit großer Hingabe ausfüllt.

Gemeinsam tragen sie – unterstützt von einem engagierten Team – eine enorme Verantwortung: Sie koordinieren Therapie- und Bewegungsangebote, organisieren Veranstaltungen und Jubiläen, nehmen regelmäßig an Schulungen des Landesverbandes teil, geben Informationen weiter, beantragen Fördermittel, erstellen Haushaltspläne, führen Gespräche mit Partnern und Sponsoren – und sie sind da, wenn Menschen jemanden brauchen, der zuhört.
Die Rheuma-LIGA Schwedt ist unter ihrer Leitung zu einer starken Gemeinschaft herangewachsen. Zeitweise über 100 Mitglieder fanden hier Unterstützung. Das Thema Rheuma wurde sichtbar gemacht – in unserer Stadt und darüber hinaus. Auch das 35-jährige Bestehen der Rheuma-LIGA im Jahr 2025 zeugt von dieser erfolgreichen und kontinuierlichen Arbeit.
Besonders deutlich wurde ihr Engagement zuletzt bei der Wiedereingliederung der Wassergymnastik nach der Wiedereröffnung des AquariUMs. Geduld, Verhandlungsgeschick und Durchhaltevermögen waren gefragt – und wurden eindrucksvoll bewiesen.
Als selbst Betroffene bauen sie Brücken dort, wo medizinische Versorgung, Bürokratie oder familiäre Unterstützung an Grenzen stoßen. Sie geben Orientierung, Halt und Zuversicht. Und sie zeigen, wie viel Kraft im Ehrenamt steckt – für unsere Stadt und für unsere Gesellschaft.
Ich freue mich, Eveline Lebrenz und Sigrid Malchow, den Ehrenpreis der Bürgermeisterin 2026 zu überreichen und verbinde dieses mit einem herzlichen Dankeschön für ihr besonderes ehrenamtliches Engagement in der Rheuma-Liga und dem persönlichen Einsatz für ihre Mitmenschen.
Andreas Bowitzky

Dieses Zitat beschreibt sehr treffend, worum es im ehrenamtlichen Sport abseits von Trainingsplänen und Spielständen geht. Es bedeutet Zeit investieren, Verantwortung übernehmen und für andere da sein – oft über viele Jahre hinweg und ganz selbstverständlich. Und der Mensch, den wir heute auszeichnen, verkörpert all das in besonderer Weise.
Es ist jemand, der hier aufgewachsen ist. Jemand, der früh seinen Platz im Sport gefunden hat – und dort nicht nur Erfolge gefeiert, sondern Verantwortung übernommen hat. Schon in jungen Jahren wurde aus Begeisterung Verbindlichkeit. Aus Talent wurde Vorbild.
Sportlich gesehen hat dieser Mann selbst Außergewöhnliches erreicht. Erfolge auf nationaler und internationaler Ebene, Titel, entscheidende Momente – und dennoch stand nie der eigene Ruhm im Vordergrund. Viel wichtiger war immer die Frage: Wie kann ich etwas zurückgeben?
Über Jahrzehnte hinweg hat er Strukturen aufgebaut, Nachwuchs gefördert und den Sport in unserer Stadt nachhaltig geprägt. Besonders Kinder und Jugendliche profitieren von seinem Engagement: Sie lernen bei ihm nicht nur Technik und Regeln, sondern Fairness, Teamgeist und Zusammenhalt – dass man gemeinsam mehr erreicht und auch nach Rückschlägen weitermacht.
Vor mehr als 10 Jahren entwickelte er neben seinem sportlichen Einsatz im Wassersport eine Leidenschaft für den Wettkampf auf dem Eis und baute gemeinsam mit weiteren Aktiven den Nachwuchsbereich auf. Was mit einer Handvoll Kindern begann, ist heute eine lebendige Nachwuchsabteilung mit rund 50 jungen Spielerinnen und Spielern. Diese Entwicklung ist kein Zufall, sondern das Ergebnis von Geduld, Verlässlichkeit und einer außergewöhnlichen persönlichen Eignung.
Viermal pro Woche steht er mit den Kindern auf dem Eis. Er bringt ihnen bei, wie man sicher Schlittschuh läuft, rückwärtsfährt, übersetzt und den Puck führt. Er erklärt, korrigiert, motiviert – und bleibt ruhig, auch wenn es länger dauert. Wenn Tränen fließen, ist er da. Wenn etwas nicht klappt, ermutigt er. Wenn Erfolge gefeiert werden, bleibt er bescheiden.
Sein Engagement endet dabei nicht an Vereins- oder Landesgrenzen. Er verbindet Menschen über Kulturen hinweg, begleitet internationale Begegnungen und ist stets dort, wo Gemeinschaft wachsen kann.
Und selbst damit nicht genug.
Auch außerhalb des Sports engagiert sich Andreas Bowitzky in besonderer Weise – sozial, seelsorgerisch, menschlich. Er hört zu, hilft, begleitet und nimmt sich Zeit für Menschen in schwierigen Situationen. Und all das neben einem verantwortungsvollen Vollzeitberuf.
Der Ehrenpreis der Bürgermeisterin für ehrenamtliches Engagement 2026 geht an einen Menschen, der nie im Mittelpunkt stehen wollte – aber für viele andere zum Mittelpunkt geworden ist. Herzlichen Glückwunsch und ein großes Dankeschön geht an Andreas Bowitzky!
