Erzählcafé im Stadtmuseum (1) (Archiv)
Neuer Termin: 12. März 2026, 17 Uhr
Das Stadtmuseum lädt parallel zur Sonderausstellung „Lets walk drushba“ zu einem weiteren „Pipeline“-Thema ein: Der Bau der Erdgastrassen in der Sowjetunion. Interessierte sind herzlich zum Erzählcafé „Bau der Trassen – wir waren dabei“ eingeladen. Besonderer Gast im Erzählcafé ist Ulrich Bischoff. Er war zweimal an der Trasse, das zweite Mal mit seiner Frau. Dort erlebte er auch 1989/90 die politische Wende.

Nach dem Bau der Erdölleitungen Freundschaft I und II, durch die 1964 bis nach Schwedt das erste Öl fließen konnte, folgte der Bau weiterer Leitungen. Die Erdgasleitungen „Sojus", „Brüderlichkeit" und „Nordlicht" entstanden sowie eine Äthylenleitung. Bischoff war in den 1970er-Jahren beim Bau der Erdgastrasse dabei. Die „Trasse der Freundschaft" war in jeglicher Hinsicht ein Mammutprojekt, zu dem die DDR zehntausende junge Arbeiterinnen und Arbeiter in die Sowjetunion entsandte, hauptsächlich in die Ukraine und auch nach Sibirien.
Sicher gibt es viele Fragen: Wie und wo konnte man sich dafür melden? Wie wurde man für den Einsatz vorbereitet? Wie war man untergebracht? Welche Bezahlung gab es? Welche Aufgaben übernahmen Frauen? Wie trotzte man der endlos langen Kälte? Auf jeden Fall, so Bischoff, gab es viele spannende Begegnungen und Abenteuer, und es entstanden Freundschaften. Ulrich Bischoff erinnert sich an den Alltag vor Ort, ungewöhnliche und seltsame Dinge, die er dort erlebt hat und berichtet davon.
Zu Beginn der Veranstaltung werden Ausschnitte aus Filmaufnahmen an der Trasse gezeigt. Bei Fotografien und Geschichten kommen wir bei Getränken und Snacks ins Erzählen.
Eintritt: 5 EUR
