Ostbeauftragte Elisabeth Kaiser besuchte Schwedt/Oder

Transformation zur klimaneutralen Industrieregion im Fokus
Die Ostbeauftragte der Bundesregierung, Elisabeth Kaiser, hat am 31. März 2026 den Industriestandort Schwedt/Oder besucht, um sich ein umfassendes Bild vom Fortschritt und den Herausforderungen der industriellen Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft zu machen.
Zum Auftakt ihres Besuchs wurde die Staatsministerin auf dem Gelände der PCK Raffinerie GmbH empfangen. In Gesprächen mit der Unternehmensleitung, dem Betriebsrat sowie der Bürgermeisterin standen aktuelle Entwicklungen, Zukunftsprojekte und insbesondere die Bedeutung der Raffinerie als Ausbildungsbetrieb im Mittelpunkt. Bei einer anschließenden Rundfahrt durch die Anlage, inklusive eines Besuchs der zentralen Messwarte, kam Kaiser mit Nachwuchskräften und Auszubildenden ins Gespräch. Dabei wurde deutlich, welche zentrale Rolle die Fachkräfteentwicklung und Qualifizierung im Transformationsprozess spielen.
„In Schwedt zeigen sich exemplarisch die Herausforderungen und Chancen für den Wandel zu einem umweltfreundlichen Industriestandort. Mit meinem Besuch bei der PCK-Raffinerie wollte ich mir ein umfassendes Bild davon machen, wie dieser Transformationsprozess vor Ort Fahrt aufnimmt“, erklärte Kaiser. Für die Raffinerie stehe insbesondere der Ausbau hin zu einer klimaneutralen Produktion im Fokus.
Im Anschluss besuchte die Ostbeauftragte das sogenannte „Neue CAMP“, wo die Bürgermeisterin das Projekt TRAVIS vorstellte: „Dieser Neubau ist ein Schlüsselprojekt für den Strukturwandel in Schwedt, das künftig als Schnittstelle für Innovation, Gründung und Strukturwandel dienen soll. Mit einem Investitionsvolumen von rund 20 Millionen Euro setzt das Projekt zugleich Maßstäbe im nachhaltigen Bauen und in der Nutzung erneuerbarer Energien. Dank der finanziellen Unterstützung durch die EU und das Land Brandenburg können wir in zwei Wochen die Baustelleneröffnung für das TRAVIS feiern.“
Das durch den Just Transition Fund geförderte Vorhaben umfasst unter anderem ein Gründungszentrum mit optimalen Bedingungen für innovative Ideen. Geboten werden flexible Büroflächen, ein Coworking-Space sowie inspirierende Meeting- und Veranstaltungsräume. In einem Makerspace können Interessierte Technologien wie 3D-Druck, Robotik oder digitales Design in verschiedenen Werkstätten selbst ausprobieren und weiterentwickeln.
Den Abschluss des Besuchs bildete das Startup Labor Schwedt, ein zentraler Baustein des regionalen Innovationsökosystems. Projektleiter Sascha Lademann präsentierte die Arbeit des Reallabors, in dem Unternehmen, Start-ups, Wissenschaft und öffentliche Akteure gemeinsam an Lösungen für eine nachhaltige industrielle Zukunft arbeiten.
„Wir setzen auf einen Open-Innovation-Ansatz, um die industrielle Transformation voranzutreiben und bringen Technologien in die Anwendung“, erklärte Lademann. Im Fokus stehen unter anderem neue Recyclingverfahren, digitale Prozessautomatisierung sowie innovative Energiekonzepte.
Der Besuch der Ostbeauftragten unterstreicht die Bedeutung Schwedts als Schlüsselstandort für die industrielle Transformation in Ostdeutschland. Die enge Verzahnung von Industrie, Innovation und Qualifizierung zeigt, wie der Wandel hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft aktiv gestaltet werden kann.
