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Ein Künstler geht nicht mit seiner Zeit

Lieber von Egon gemalt, als vom Leben gezeichnet!


Vom 22. Juni bis 11. September 2026 ist der Cartoonist Egon zu Gast in der Rathausgalerie. Besonders ein Zitat von Woody Allen „Ein Künstler geht nicht mit seiner Zeit“ scheint Egon, der mit bürgerlichem Namen Claus Werner Scharfe heißt, auf seinem Weg immer wieder begleitet zu haben.

Cartoonist Egon (Privatarchiv)

Aufgewachsen in Gotha sammelte Egon seine ersten künstlerischen Erfahrungen in der kleinen Goldschmiedewerkstatt seines Großvaters Rudolf Werner Scharfe. Schon frühzeitig bekam er hier Anleitung in Ölmalerei und anderen kreativen Techniken. In der Schule kam dann als Inspiration sein Zeichenlehrer Wilfried Först (POS Phillip Müller) dazu. Egon interessierte sich für alles Künstlerische: das Modellieren von Keramiken, Modezeichnungen, Holzschnitzereien und so weiter.
1965 zog er mit der Mutter und einem Bruder nach Schwedt. Egons erste Erinnerungen waren die „triste, schlammige, von unendlichen Baustellen umgebene Nekropole Schwedt. Diese Stadt sollte eine junge Chemiebau-Arbeiter-Stadt sozialistischen Vorbildes werden. Und ich sage euch! Hätte der liebe Gott, der Welt ein Zäpfchen geben wollen, er hätte es bestimmt in Schwedt gesteckt. Für mich damals unvorstellbar; Gehwege voller Bohlen auf denen man sich in die Neubauwohnungen begeben musste. Überall fuhren Dumper, Bagger, Raupen und andere Baumaschinen, der Himmel war vor lauter Baukräne kaum zu erahnen. Ganz Schwedt war eine einzige Baustelle! Überall stapelten sich Gehwegplatten, Betonsteine, Baumaterial. Bauwagen standen Reih an Reih wie sonst nur Jungpioniere zum ersten Mai. Ganz zu schweigen von den frechen Bauarbeitern.“

Die Idee Schnellzeichner zu werden, stammt noch aus Kindertagen, als er Heinz Felfe alias „Tadeusz Punkt”, und Schnellzeichner Oskar zuschaute. Egon erwarb 1989 ebenfalls eine entsprechende Einstufung und widmete sich intensiv den öffentlichen Auftritten als „Schnellzeichner“. 

Immer blieb er seiner Leidenschaft der Karikatur treu. Seine großen Vorbilder sind Heinrich Zille, Wilhelm Busch, Honore Daumier, Gerhard Vontra, Rainer Schwalme, Mordillo und Johannes Hegenbarth. Egon hat sogar einmal Heinz Jankowsky in Pankow besucht. Jankowsky war in der DDR ein bekannter Karikaturist mit einem besonderen Gespür für die Komik im Alltag. Er gab Egon den Rat, „wenn Du fünf Cartoons zeichnest, und einer in die engere Wahl kommt; dann bist Du gut...mehr muss am Tag nicht sein...kann aber!“ 

Die allererste Veröffentlichung gab es in der DDR- Kinderzeitschrift „FRÖSI“. Weitere Werke erschienen in verschiedenen Magazinen und regionalen Zeitungen vor und nach der Wende. 2016 erschien eine kleinere Karikatur dann auch im „Eulenspiegel“. Egons Karikaturen sind außerdem großformatig in Restaurants und Kinderarztpraxen zu sehen.

Portraits, Cartoonist Egon, 2022 (Privatarchiv)

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