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2,6 km sanierter Deich

Gruppenfoto beim Banddurchschnitt
Freigabe des sanierten Deiches zwischen Schleuse und Hafeneinfahrt

Brandenburgs Umweltminister Jörg Vogelsänger übergab am 12. Januar 2018 einen termingerecht fertiggestellten Deich zum Schutz der Kommunen entlang der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. „Damit geben wir den Menschen der Oderregion ein weiteres Stück Sicherheit“, erklärte Vogelsänger. „Künftige Extremhochwasser können nun besser abgewehrt werden.“

Der 2,6 Kilometer lange Deich verläuft von der Schleuse Schwedt bis zur Hafeneinfahrt Schwedt/Oder entlang der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße. Mit der Baumaßnahme wurden wesentliche Schwachstellen des Altdeichs beseitigt und der innere Aufbau an die aktuellen Regeln der Technik angepasst.

Der Deich schützt entlang der Hohensaaten-Friedrichsthaler-Wasserstraße vor allem die Stadt Schwedt/Oder, südlich davon aber auch die Orte Criewen, Stützkow, Stolpe, Stolzenhagen, Lunow und Hohensaaten. Das rund 6,6 Millionen Euro teure Bauvorhaben wurde aus Landesmitteln und dem „Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raumes" (ELER) finanziert. Der geplante Finanzrahmen wurde nicht nur eingehalten sondern unterschritten. Die Fertigstellung der Maßnahme erfolgte termingerecht.

Aus Gründen der Standsicherheit wurde der Deich auf einem Kilometer komplett abgetragen und um etwa 10 Meter versetzt. Für eine sichere Gründung wurde ein Geogitter verbaut. Beim Neuaufbau der wasserseitigen Böschungen wurden Tondichtungsbahnen eingebaut und der Deich auf eine einheitliche Höhe gebracht. Der Deichkörper läuft nun deutlich flacher aus.

Eine besondere Herausforderung des Bauabschnitts war die querende Abwasserdruckleitung der Schwedter Industrie. Im laufenden Betrieb war der Kreuzungsbereich der Deichtrasse mit der Abwasserdruckleitung freizulegen, damit zum einen der Zustand der Leitung geprüft und zum anderen Einbauten zur Verhinderung von Sickerströmungen angebracht werden konnten.

Die wesentlichen Massentransporte wurden über den eigens errichteten Schiffsanleger in der Schwedter Querfahrt abgewickelt. Um auch für den Fall ausbleibender Schiffstransporte einen reibungslosen Bauablauf zu gewährleisten, hielt die Baufirma stets mindestens 7.500 Kubikmeter Erdmaterial auf dem Lagerplatz vor.

Quelle: Ministerium für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft Brandenburg

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