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Dauerausstellung

Foto: Selbstgefertigtes Entlassungstuch, weißer Stoff von Hand bemalt
Selbstgefertigtes Entlassungstuch
Dr. Rüdiger Wenzke, Historiker und Leitender Wissenschaftlicher Direktor am Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr in Potsdam, hat die Text- und Bildauswahl getroffen. Auf 20 Tafeln geht es neben allgemeinen Informationen über das Militär im Sozialismus, die Nationale Volksarmee, die Militärjustiz und den militärischen Strafvollzug als Teile des Repressionsapparates im SED-Staat natürlich um die geschichtliche Entwicklung des ehemaligen Objektes der NVA.

Neben dem Alltag der Militärstrafgefangenen und Strafarrestanten im Militärgefängnis des Ministeriums des Innern in Schwedt/Oder werden die Strukturen, die Organisation und das Personal im Militärgefängnis Schwedt von 1968 bis 1981 untersucht. Dann kam der Wechsel des Verantwortungsbereiches: Unter der NVA hieß es ab 1982 „Ab nach Schwedt!“ mit und ohne Gerichtsurteil.

Die Bediensteten der Disziplinareinheit verstanden sich als „Erzieher“ in NVA-Uniform. Das „System Schwedt“ bestand aus Schleifen und Schuften, Bespitzeln und „Rotlichbestrahlung“. Aus politischen Gründen wurden „Staatsfeinde“, Waffen- und Wehrdienstverweigerer eingesperrt. Weitere Vergehen waren z. B. Befehlsverweigerung, Beleidigung Vorgesetzter und Unterstellter, unerlaubte Entfernung von der Truppe, unerlaubte Benutzung militärischer Fahrzeuge, Alkoholmissbrauch. Die Rückkehr und das Nachdienen in der Truppe waren von Schweigen geprägt, das Zurückkehren in den sozialistischen Alltag von Verdrängen und dem Versuch, die Schwedter Zeit zu vergessen.

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